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Martorell 7.09.2016. – In 60 Jahren kann viel geschehen. 60 Jahre automobile Entwicklung haben einige beachtliche Sicherheitsfeatures hervorgebracht. Modelle von heute haben im Hinblick auf Sicherheit und mehrere andere wichtige Funktionen mit denen von früher wenig gemeinsam. Um den enormen Fortschritt zu verdeutlichen, hat SEAT einen SEAT 600 D aus dem Jahr 1963 mit einem aktuellen SEAT Ibiza FR verglichen. Hier nun die Ergebnisse:

Airbags und Kopfstützen.

Javier Luzón, Leiter Passive Sicherheit bei SEAT, erinnert sich: „Der SEAT 600 hatte noch keine Kopfstützen.“ Die Kopfstützen leisten einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung eines Schleudertraumas, wenn das Fahrzeug in einen Auffahrunfall bei geringer Geschwindigkeit verwickelt wird. Während einige SEAT Ibiza Modelle heute bis zu sechs Airbags besitzen, hatte der SEAT 600 keinen einzigen. Diese Sicherheitstechnologie hat sich erst in den 1990er-Jahren durchgesetzt.

Sicherheitsgurte

Der Sicherheitsgurt wurde in den 1960er-Jahren entwickelt. Am Anfang waren „Sicherheitsgurte weder flexibel noch konnten sie sich an die Autoinsassen automatisch anpassen“, so Luzón. Heute bewährt sich der Sicherheitsgurt als Element der passiven Sicherheit, das sich selbständig an den Körper des Autofahrers und nicht andersrum anpasst. Da heute der Gurt fest am Körper anliegt und der Passagier bei einem Unfall sofort zurückgehalten wird, wird die Sicherheit im Falle eines Aufpralls erhöht.

Bremsen

Die Bremssysteme beider Modelle sind ebenfalls völlig unterschiedlich. Der SEAT 600 besass Trommelbremsen, „deren Bremsleistung wesentlich geringer ausfiel als die, die heutzutage gemessen wird“, sagt Luzón. Moderne Fahrzeuge „sind mit Scheibenbremsen mit grossem Durchmesser“ ausgestattet. Die Reifen fallen auch viel breiter aus und haben eine größere Auflagefläche auf der Strasse, was für eine sichere Zugkraft sorgt. Die Fahrzeuge besitzen zudem ABS, ein System, das beim Bremsen verhindert, dass das Fahrzeug ins Schleudern gerät.

Karosserie

Die Fahrzeugkarosserie ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil, wenn es um die Sicherheit geht. Im Laufe der Jahrzehnte ist hier eine deutliche Weiterentwicklung zu sehen. Ein wesentlicher Unterschied besteht in der grösseren Breite der Strukturen, wie z.B. der Türen, die heutzutage „zusätzliche Sicherheitsfunktionen enthalten und besseren Schutz bei einem Aufprall bieten.“

Noch nie waren Fahrgäste in einem Auto so geschützt wie heute. „Der nächste Schritt in der Evolution wird sein, dass eventuell eintretende Ereignisse vom Fahrzeug vorhergesehen werden und dieses dann entsprechend selbstständig reagiert“, fasst Javier Luzón zusammen. Dies sei der Anfang einer neuen Ära mit einer Technologie, die zur Zeit des legendären 600 noch undenkbar war.