Erstmals seit knapp 20 Jahren produziert das Volkswagen-Werk in Wolfsburg wieder ein Modell einer anderen Konzernmarke: den SEAT Tarraco. Der Grossraum-SUV, der in Barcelona entworfen und entwickelt wurde, nutzt Synergien der Produktionsplattform Modularer Querbaukasten (MQB). In Wolfsburg läuft der neue Flaggschiff-SUV gemeinsam mit den Volkswagen-Modellen Tiguan und Touran vom Band.


Der Schritt zur Mehr-Marken-Produktion stärkt die Auslastung des Volkswagen Stammwerks. Die Fertigung des Tarraco SUV in Wolfsburg ist Bestandteil des Zukunftspakts, den Unternehmen und Betriebsrat Ende 2016 geschlossen haben. Diese Vereinbarung ist ein weitreichender Zeitplan, um die Wirtschaftlichkeit der Marke Volkswagen zu verbessern und das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen.

SEAT-Vorstand für Forschung und Entwicklung, Dr. Matthias Rabe, erklärt: „Der Tarraco wurde von SEAT vollständig in Spanien entworfen und entwickelt. Gemeinsam mit einem wirklich enthusiastischen Team in Wolfsburg wurde das Fahrzeug anschliessend zur Serienreife gebracht, und dies in kürzester Zeit. Dies stärkt die ohnehin sehr enge Verbindung zwischen SEAT und Volkswagen noch weiter.“

Das SEAT-Flaggschiff rollt in Wolfsburg gemeinsam mit Volkswagen-Modellen.


SEAT-Vorstand für Produktion und Logistik, Dr. Christian Vollmer, führt aus: „Der SEAT Tarraco ist ein perfektes Beispiel für die Zusammenarbeit der Volkswagen-Konzernmarken, um Synergien zu erzielen. Dieser neue SUV macht es uns möglich, in ein neues Marktsegment einzusteigen, Verkäufe zu erhöhen, unser Markenimage weiter auszubauen und unsere Margen zu verbessern.“

Volkswagen-Vorstand für Produktion, Dr. Andreas Tostmann, legt Wert auf die Feststellung: „Ein kompetentes, weltweit führendes Produktionsnetz innerhalb des Konzerns ist einer der wichtigsten Stellhebel für mehr Effizienz. Der SEAT Tarraco ist ein Beispiel dafür, wie im konzernweiten Produktionsverbund künftig mehr Standorte Fahrzeuge verschiedener Marken des Konzerns gleichzeitig bauen werden.“


Das Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg produziert zum fünften Mal ein Modell einer anderen Konzernmarke. Mit dem SEAT-Arosa lief bereits von Ende 1996 bis 1998 ein SEAT vom Band. Ausserdem fertigten die Mitarbeiter in Wolfsburg von 1974 bis 1978 den Audi 50, zwischen 1994 und 1998 den Audi 80 und von 1993 bis 1997 den Audi 100. Der Audi 50 war weitgehend baugleich mit dem Polo, der ab 1975 in Wolfsburg von den Bändern lief und heute im Werk Pamplona in Spanien produziert wird. Der Audi 50 und der Polo waren die ersten deutschen Kleinwagen mit quer eingebautem Motor und Frontantrieb.

SEAT ergänzt mit seinem neuen Flaggschiff Tarraco seine SUV-Familie, zu der auch der Ateca und der Arona gehören.