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Martorell, 31/05/2016. Pigmente, Aluminium und Glimmer sind die hauptsächlichen Ingredienzen für das Kreieren eines Autolacks. Mit dieser Kombination lassen sich zahllose verschiedene Resultate erreichen, doch schliesslich schaffen es nur 12 Töne in die Farbpalette eines Autos.

Alles wird sorgfältig geplant. Bevor das Designteam die Arbeit an einem neuen Modell aufnimmt, werden ihm die wichtigsten Features mitgeteilt, die es zu berücksichtigen gilt. Dazu gehören auch die Farben. Dabei spielen zum Beispiel die Form und Grösse eine Rolle: “Kleine Autos können eher in hellen Glanzfarben lackiert werden, während für grössere Modelle eher dunklere Metallictöne passen”, erklärt Jordi Font, der Verantwortliche für Farben und Polster bei SEAT.

Alles wird sorgfältig geplant. Bevor das Designteam die Arbeit an einem neuen Modell aufnimmt, werden ihm die wichtigsten Features mitgeteilt, die es zu berücksichtigen gilt. Dazu gehören auch die Farben. Dabei spielen zum Beispiel die Form und Grösse eine Rolle: “Kleine Autos können eher in hellen Glanzfarben lackiert werden, während für grössere Modelle eher dunklere Metallictöne passen”, erklärt Jordi Font, der Verantwortliche für Farben und Polster bei SEAT.


Das Klima und die Kultur eines Landes sind ebenfalls zu berücksichtigen, wenn Farben für unterschiedliche Märkte passen sollen. Mit drei Lackierungen allerdings geht man nie fehl: Weiss, Schwarz und Silbergrau. Sie gehören immer noch zu den bevorzugten Farben in Europa, wie Untersuchungen in den letzten Jahren gezeigt haben.

Neben diesen Faktoren ist die Farbwahl auch das Resultat eines “informierten Ratens”, unterstützt durch verschiedene Studien und fundierte Analysen, wie Font erklärt. Das Farben- und Polster-Team muss sich drei Jahre im Voraus festlegen können, wozu auch Studien der Farbtrends in Mode und Architektur helfen. Das Farblaboratorium wird zu einem Treffpunkt von Chemie und Kreativität – es braucht 100 Formeln und 1000 Liter Lack, bis eine neue Farbe im Markt lanciert wird. Alles wird dafür getan, dass die vermutete Akzeptanz eintritt, denn die Farbe ist ein wichtiges Thema bei der Kaufentscheidung des Kunden.

Unter allen zur Wahl stehenden Farbtönen ist einer, dem eine spezielle Bedeutung zukommt – die Farbe, die “eine Absichtserklärung” repräsentiert, wie Font es ausdrückt. Im Fall des SEAT Ateca wurde ein Metallic-Orange gewählt, das Samoa Orange. Die Inspiration für diese Farbe kam aus der Heimatstadt der Marke: “Barcelona ist mit seiner Küstenlage eine ideale Stadt zum Beobachten eines Sonnenaufgangs. Ein Orangeton am Horizont ist ein magischer Moment des Tages – dieses tiefgehende Feeling ist das, was wir einfangen wollten.”

Die Farbe ist eminent wichtig für die Dosis “Emotion”, die in ein Auto fliessen soll. Sie ist entscheidend dafür, wie der Fahrer “sich sieht und gesehen werden will.” Jordi Font betont, das es “so viele Farben wie individuelle Stilempfindungen” gibt, und er fügt bei: “Letztlich sind Farben dazu da, gelebt und gefühlt zu werden.”