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Martorell, 06/05/2016. – Was macht einen Klang angenehm? “Der richtige Klang soll nicht übertrieben laut sein oder andere übertönen. Und die maximale Tonstärke sollte nicht zu hoch oder zu tief sein.” So beschreibt es Núria Pellisé – sie ist Ingenieurin in der Akustikabteilung von SEAT und arbeitet den ganzen Tag in der Analyse aller Klänge, die ein Auto für die Insassen komfortabel machen.


Die Akustikabteilung befasst sich mit den Tönen, die vom Fahrer und den Mitfahrenden im Auto wahrgenommen werden – vom Motor, den Scheibenwischern, Blinkern und Türen, um nur einige Quellen zu nennen. So sollen der Komfort und die gefühlte Qualität aller Modelle maximiert werden, bevor sie in den Verkauf gelangen. Núria betont, wie wichtig der Schliessklang der Türen sei, den der Fahrer beim Einsteigen als erstes hört. Sie findet, der Klang sollte ein „sanftes Klack sein, das Qualität vermittelt“ und den Eindruck eines „festen Einpassens“ gibt.

Man könnte meinen, jede Entscheidung im Bereich der Sinneseindrücke sei ziemlich subjektiv. Bei allen Messungen wird jedoch ein Dummy mit zwei Mikrofonen verwendet, die das menschliche Ohr bei den standardisierten Tonaufnahmen simulieren. Nach dem Aufnehmen der unterschiedlichen Töne analysieren die Spezialisten die diversen Möglichkeiten in einem Hörraum mit hochauflösenden Geräten und wählen die geeignetste Lösung für einen hohen Qualitätseindruck.

Auf die Frage, ob SEAT einen charakteristischen Klang habe, erklärt Núria, dass entsprechend der dynamischen Natur der Marke für die CUPRA Modelle ein spezifischer Auspuffklang entwickelt worden sei. Damit unterscheiden sich diese Modelle durch ihren eigenen sportlichen Sound.

Die Arbeit der Akustikabteilung kommt aber auch der Geräuschdämmung und dem Komfort aller Modelle zugute: „Gegenüber dem Vorgänger scheint beim Leon durch eine Reihe von zusätzlichen Massnahmen der Motor weiter vom Fahrer entfernt“.

So wird der Klang eines Autos geschaffen: durch eine sorgfältig gewählte Komposition, bei der nichts dem Zufall überlassen wird.