2020.0.11.0 CH/DE

Hygiene am Steuer.

  • Das Auto ist während der Corona-Krise eines der sichereren Verkehrsmittel
  • Gemeinsam genutzte Fahrzeuge bedeuten erhöhte Ansteckungsgefahr
  • Die wichtigsten Grundregeln für die richtige Desinfektion innen und aussen
  • Achtung beim Tanken: Dieselhandschuhe nutzen

Die derzeitig rasante Verbreitung des Coronavirus hat unseren gewohnten Alltag bereits deutlich verändert. Notwendigkeiten wie etwa Einkäufe von Lebensmitteln, die Versorgung Angehöriger oder auch der Weg zur Arbeit bleiben allerdings nicht aus. Das Auto ist dabei eines der Verkehrsmittel mit der geringsten Übertragungsgefahr. Nutzt man jedoch Fahrzeuge, die regelmässig von mehreren oder immer wieder wechselnden Personen genutzt werden, sollten sie unbedingt gut gereinigt oder sogar desinfiziert werden. Wer die folgenden Hinweise beherzigt, minimiert das Risiko der weiteren Verbreitung auf ein Minimum. Damit schützt er nicht nur sich selbst und sein unmittelbares Umfeld, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zur Verlangsamung der Ausbreitung.

Normale Seife oder Spülmittel reichen

Kein Grund zur Sorge, wenn im Supermarkt gerade das Desinfektionsmittel ausverkauft ist. Denn für das Unschädlichmachen der Viren reicht in aller Regel der Schaum, der bei der Anwendung handelsüblicher Seife oder gewöhnlichen Spülmittels entsteht. Mit etwas Lauge und einem sauberen Tuch sind alle Flächen zu benetzen, die entweder angefasst werden oder die womöglich beim Husten oder Niesen etwas abbekommen haben könnten. Das sind vor allem das Lenkrad und der Schaltknauf, das Armaturenbrett, Sonnenblenden, berührungsempfindliche Bildschirme, die Türgriffe sowie Bedientaster von Radio, Klimaanlage und übrige Schalter wie für die Beleuchtung oder Blinker. Wichtig ist, die Lauge eine gewisse Zeit einwirken zu lassen und erst dann abzuwischen. Reinigungsmittel sollten allerdings nicht zu scharf sein und auch nicht dauerhaft aufgetragen werden, weil es sonst zu Materialschäden kommen kann.

 

Hygiene am Steuer: So minimieren Sie das Risiko beim Autofahren

Auch selten berührte Stellen behandeln

Im Fahrzeug gibt es zudem Stellen, die einem nicht sofort ins Auge fallen oder in den Sinn kommen, aber ebenfalls ein Risiko bergen können. Dazu gehören innen die Entriegelungen für den Tank und die Motorhaube sowie aussen Tankklappe und -deckel und Tür- sowie Kofferraumgriffe.

Besondere Vorsicht ist bei Reinigungsmitteln geboten, die Alkohol oder Bleiche enthalten. Hier besteht die Gefahr, Materialien zu beschädigen. Insbesondere Leder kann sehr empfindlich reagieren. Sollen diese Mittel dennoch angewendet werden, empfiehlt es sich, sie zunächst an einer unauffällig gelegenen Fläche auszuprobieren. Auch enthalten viele Reinigungsmittel speziell für die Fahrzeugpflege Zusätze zum Abtöten von Viren und Bakterien. Allerdings sind auch diese Produkte meist nicht für alle Oberflächen im Fahrzeug geeignet. Darum sollten sie nur streng nach den Angaben auf der Packung angewendet werden. Auch hier ist die Einwirkzeit für das Abtöten von Erregern von grösster Bedeutung.

Kleine Fahrzeuge im Vorteil

Wer überdies die Wahl aus mehreren Fahrzeugen hat, macht sich das Leben mit einem kleineren Exemplar mit weniger Ausstattung leichter. Weniger Funktionen und Fläche bedeuten nämlich auch weniger potenziell belastete Fläche, Schalter und Knöpfe.

Achtung auch an der Tankstelle

Wenn Sie es sich bisher noch nicht angewöhnt haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, damit anzufangen: Egal ob Sie Diesel oder Benzin tanken – an quasi jeder Tankstelle finden Sie an der Zapfsäule Dieselhandschuhe, mit denen Sie Ihre Haut nicht nur vor dem giftigen Kraftstoff schützen können.

Weitere und allgemeine Hinweise zur Hygiene finden Sie zum Beispiel auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit BAG:  www.bag.admin.ch.