• 1990

      Im Oktober zeichnet SEAT einen Kredit über 1,5 Milliarden DM bei der European Investment Bank (EIB). Damit sollen hauptsächlich das zukünftige Werk Martorell und die Entwicklung neuer Modellbaureihen finanziert werden. Die Rückzahlung ist in drei Raten in den Jahren 1990, 1991 und 1993 vorgesehen. 37 Jahre nach der Produktionsaufnahme rollt der achtmillionste SEAT am 13. November vom Band; die Jahresproduktion übersteigt eine halbe Million Fahrzeuge. SEAT Sport wird zu einem eigenen Motorsport-Werk mit 1.500 qm Hallenfläche auf einem 6.000 qm grossen Areal ausgebaut. Im Laufe des Jahres erregen verschiedene Studien (Proto C sowie Proto CL, die Weiterentwicklung des Proto T) die öffentliche Aufmerksamkeit. Im Dezember baut Volkswagen die Beteiligung an SEAT auf 99,99 Prozent aus.

    • 1991

      Der einmillionste Ibiza läuft vom Band. Die Mittelklasselimousine Toledo wird am 4. Mai auf der Barcelona Motor Show vorgestellt. Nach der Eingliederung in den Volkswagenkonzern ist es das erste Modell, das Konzerntechnik verwendet. Das Geschäftsjahr endet mit einem Produktionsrekord von 552.210 Fahrzeugen – davon 260.342 für den Export – und einem Umsatz von 605 Milliarden Peseten. Dabei sind 360.510 SEAT-Modelle und 191.700 Volkswagen entstanden.

       

       

       

    • 1992

      SEAT ist Sponsor der Olympischen Spiele. Der Toledo wird offizielles Fahrzeug der Spiele. Ausserdem sponsert SEAT das Olympische Freiwilligen-Programm, die Olympische Sporthilfe (ADO´92) und die Route der Olympischen Flamme. Sondermodelle wie der Ibiza „Serie Olimpica“ werden vorgestellt. Das Unternehmen produzierte insgesamt 578.432 Fahrzeuge, eine Steigerung von 4,7 Prozent zum Vorjahr. Davon laufen 356.210 Fahrzeuge als SEAT vom Band. Der VW Polo wurde 222.222 mal in Landaben, Pamplona, hergestellt. SEAT S.A. verkauft 647.159 Fahrzeuge, davon 354.521 SEAT und 292.638 VW, Audi und Skoda in Spanien.

       

    • 1993

      Einweihung des neuen Stammwerks in Martorell am 22. Februar durch Seine Königliche Hoheit, der spanische König Juan Carlos I und Dr. Ferdinand Piëch, seit dem 1. Januar Präsident der VW-Gruppe. Dennoch für SEAT das historische Krisenjahr: Der Geschäftsbericht weist einen Verlust von über 151 Milliarden Peseten aus; aus heutiger Sicht knapp 1 Milliarde Franken. Juan Llorens wird Nachfolger des Vorstandsvorsitzenden Antonio Diaz Alvarez. Vorstellung der neuen Generation des in Martorell produzierten Ibiza im Mai auf der Barcelona Motor Show. Die Tagesproduktion des Ibiza wird zunächst auf 530 Einheiten festgelegt.

    • 1995

      Der zehnmillionste SEAT, ein Toledo, wird am 26. September von Seiner Königlichen Hoheit, Felipe de Borbon, Prinz von Asturien, in Martorell vom Band pilotiert. Der Prototyp des SEAT Alhambra, eine Grossraumlimousine auf Konzerntechnologiebasis, wird auf der Autoausstellung in Genf, der Cordoba SX in Frankfurt und der neue SEAT Kleintransporter Inca auf der Barcelona Motor Show vorgestellt. Im Mai sind bereits 500.000 Fahrzeuge im Werk Martorell gebaut. In diesem Monat nimmt SEAT den Export nach Brasilien mit dem Modell Cordoba auf. Ab November wird auch der Toledo TDI in Martorell auf Band gelegt. Im Industrie-Park “Zona Franca” haben sich inzwischen sieben Zulieferer niedergelassen. SEAT hat die Belegschaft auf 12.600 Mitarbeiter reduziert.

    • 1996

      Der Verkauf des Alhambra beginnt. Der Van wird in Palmela, Portugal produziert und ist der erste SEAT, der nicht aus Spanien kommt. Der Cordoba SX (3-türer) kommt im April auf den Markt. Im Juli wird die komplette SEAT S.A. nach dem Industriestandart ISO9000 zertifiziert. Auf dem Pariser Salon im Oktober wird der Ibiza Cupra vorgestellt. Im November läuft das 1.000.000ste Auto aus Martorell vom Band. Das SEAT Ibiza Kit Car wird im ersten Jahr seiner Rallye-Teilnahme in der FIA Zweiliter-Klasse Rallye-Weltmeister. Der Ibiza ist mit 50.933 Fahrzeugen das meistverkaufte Auto in Spanien. In Westeuropa hat SEAT einen durchschnittlichen Marktanteil von 2,2 Prozent. Jahres-Geschäftsergebnis: Ein Gewinn von 5,339 Milliarden Peseten. Die Mitarbeiteranzahl beträgt 12.600 Beschäftigte. Auch in diesem Jahr wird die Godó Open (Tennis) von SEAT gesponsert und mit Fahrzeugen beliefert.

    • 1997

      Pierre-Alain De Smedt übernimmt den Vorstandsvorsitz der SEAT S.A. Der Toledo TDI sowie der Alhambra TDI mit 110 PS werden vorgestellt, im Mai führt SEAT den in Wolfsburg produzierten Kleinwagen Arosa ein. Mit dem Cordoba Vario bietet die spanische Konzernmarke ab Juli im boomenden Segment Kombi-Fahrzeuge an. Im November verlässt der elfmillionste SEAT das Band. Im Dezember erreicht der Ibiza die Zwei-Millionen-Marke. In Martorell werden täglich 2.046 Fahrzeuge hergestellt - insgesamt 524.905 Einheiten, davon 403.792 SEAT. Die Exportquote beträgt 73 Prozent. Der Ibiza ist wieder Bestseller in Spanien. Das Geschäftsergebnis: Der Gewinn nach Steuern erreicht 11,051 Milliarden Peseten nach einem historischen Verkaufsrekord von 402.671 Einheiten. Der Sieger der Rallye-Weltmeisterschaft in der FIA-2-Liter-Klasse heisst in diesem Jahr erneut SEAT Ibiza Kit Car.

    • 1998

      Der SEAT Arosa 1,7 SDI wird nach einer Rekordfahrt als das sparsamste Serienfahrzeug der Welt in das Guinness Buch der Rekorde aufgenommen. Einstellung der Produktion des SEAT Marbella nach 17 Jahren und 597.151 gebauten Fahrzeugen. Vorstellung der Design Studie SEAT Bolero auf dem Genfer Automobilsalon. Präsentation des Cordoba World Rallye Car auf der Automobilausstellung in Portugal (Porto Motor Show). Zum dritten Mal in Folge gewinnt das SEAT Ibiza Kit Car die Rallye-WM in der FIA-2-Liter-Klasse. Verlagerung der Arosa-Fertigung von Wolfsburg nach Martorell in Rekordzeit von vier Monaten. Das Werk Martorell wird als “Bestes Werk in der VW-Gruppe im ersten Quartal” von Dr. Piech ausgezeichnet. Vorstellung des neuen SEAT Toledo der zweiten Generation im Oktober in Paris. Es ist die grösste Limousine, die SEAT bis dahin gebaut hat. SEAT verkauft in diesem Jahr 431.549 Einheiten, eine Steigerung von 7,2 Prozent. Der Nettoumsatz wird mit 827,524 Milliarden Peseten (+6,9 Prozent) ausgewiesen, der Gewinn mit 24,462 Milliarden Peseten. Das Unternehmen baut 500.500 Fahrzeuge, davon 365.689 SEAT und 134.811 Volkswagen-Modelle. Das Werk Martorell erreicht jetzt eine tägliche Kapazität von 2.147 bis maximal 2.250 Fahrzeuge. Das sind 60 Fahrzeuge pro Mitarbeiter pro Jahr. Die Belegschaft beträgt 14.202 Mitarbeiter.

    • 1999

      Präsentation eines neuen Corporate Design und des neuen Firmenlogos in den Farben rot und silber. Vorstellung der Designstudie SEAT Formula und des Prototypen Toledo Cupra V6 auf der Autoausstellung Genf im März. Betonung der sportlichen Markenausrichtung. Im August Premiere der neuen Modellgenerationen von Ibiza und Cordoba auf der Barcelona Motor Show. Der zweimillionste SEAT Ibiza seit Produktionsbeginn der Baureihe läuft vom Band. Der Vorstandsvorsitzende De Smedt verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Das VW-Konzernvorstandsmitglied Bruno Adelt übernimmt den SEAT-Vorstandsvorsitz. Im September feiert der SEAT Leon auf der IAA in Frankfurt seine Weltpremiere. Er ist die wichtigste Neuerscheinung der Marke und wird sofort zum Bestseller. Gleichzeitig wird ein SEAT Arosa Prototyp mit kraftstoffsparender 3-Liter-Technologie vorgestellt. Die Verkaufszahlen steigen um 11,5 Prozent auf über 481.000 Einheiten. SEAT Sport engagiert das französische Rennfahreridol Didier Auriol für die Rallye-Saison 2000 auf dem Cordoba WRC.

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